Eine andere unter diesen Indianern unbekannte, sonst aber von vielen Indianerstämmen bekannte Fischereimethode ist die Vergiftung des Wassers durch gewisse Pflanzen. Dagegen pflegt man große Quaste einer feinblätterigen Schlingpflanze, von den Chorotis „Nécac“ genannt, ins Wasser zu werfen, die von den Fischen gefressen werden und um die sie sich sammeln. Gewöhnlich setzt man in der trockenen Zeit Laubbüschel im Flusse auf, unter denen die Fische Schatten suchen und leicht mit dem Netz gefangen werden können. Aller eben von mir erwähnter Fischfang wird ausschließlich von den Männern betrieben.
Bei den Ashluslays fischen die Frauen mit Körben. Mit diesen in der Hand schleichen sie den im Schlamme der Sümpfe lebenden langsamen Panzersiluroiden nach und stülpen sie schnell über die Fische. Haben sie einen Fisch gefangen, so holen sie ihn mit der Hand durch die obere Öffnung des Korbes heraus.
Tafel 4. Fische essender Ashluslay.
In den Ohren hat er große Holzklötze. Das linke Armgelenk ist zum Schutz gegen Bogensehnen umwickelt.
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GRÖSSERES BILD
Abb. 11 a. Sperrung des Rio Pilcomayo mit fischenden Chorotis. Das angewendete Netz ist ein Tauchnetz.
Abb. 11 b. Grundriß von 11 a.