Die Pflanzungen sind mangelhaft oder gar nicht umzäunt. Sie sind oft, aber nicht immer, schlecht gejätet. Bei den Ashluslays habe ich gut gejätete Pflanzungen mit Mandioca gesehen.
Besonders charakteristisch für den Feldbau dieser Völker ist, daß sie niemals zusammenhängende Strecken bebauen, sondern einen Fleck hier, einen Fleck da, je nachdem sie ein passendes, leicht zu rodendes Stück finden.
Folgende Pflanzen werden von den Ashluslays und Chorotis angebaut:
Mais (in zahlreichen Varietäten).
Mandioca.
Zapallo (Cucurbita Pepo, Linn.).
Wassermelonen.
Tabak.
Baumwolle (nur Ashluslays).
Bohnen (in verschiedenen Varietäten).
Kalebaßfrucht.
Süße Kartoffeln (nur Chorotis).
Die Chorotis und Ashluslays wenden zum Jäten ihrer Pflanzungen Spaten ([Abb. 10]) aus hartem Holze an. Diese Spaten haben, wie erwähnt, eine eigentümlich paddelähnliche Form. Sie bestehen in der Regel aus einem Stück. Bisweilen ist das Blatt an den Stiel gebunden. Die Männer reinigen die Pflanzungen, beide Geschlechter säen und ernten gemeinsam. Die Feldfrüchte werden aber stets von den Frauen und Kindern nach Hause gebracht, falls sie nicht auf dem Pferde oder Eselsrücken dorthin getragen werden. Die Saatzeit nimmt nach dem Erscheinen der Plejaden ihren Anfang. Die Jahreszeit wird auch nach der Reife der Algarrobofrucht und anderer wilder Früchte berechnet. Kleinere Perioden werden nach dem Mond bestimmt.
Die wichtigste der hier angebauten Pflanzen ist der Mais. Von den bemerkenswertesten hier anbaubaren Kulturpflanzen sind die Bananen unbekannt.
Das umsichtigere schwächere Geschlecht bewahrt die Samen bis zur Neusaat auf. In Zeiten der Not kann es mit ganz großen Schwierigkeiten verbunden sein, die Aussaat vor den hungrigen Mägen zu verbergen.
Die Jagd spielt bei den am Flusse wohnenden Indianern eine unbedeutende Rolle. Die vom Rio Pilcomayo entfernt wohnenden Ashluslays sind dagegen eifrige Jäger, was man aus dem Reichtum an Fellen und Knochen wilder Tiere in den Hütten erkennen kann.
Tafel 5. Mit Mais vom Acker kommende Ashluslaykinder.