Abb. 26. Ball spielende Matacoindianer. Rio Pilcomayo.

Die Chacoindianer spielen auch Hasard.

Die Spielmarken sind vier Holzstäbchen ([Abb. 27]) oder Stücke Schilfrohr, von denen die eine Seite stets konvex und die andere eben oder konkav ist. Am Spiele nehmen vier, sechs oder acht Personen teil. Markör ist ein Unbeteiligter.

Das Hasardspiel ist ein im Chaco stark ausgebreiteter Brauch. Wie unsere Sportsleute und Spieler viel englische Ausdrücke anwenden, so wenden auch die Indianer zuweilen internationale, von anderen Stämmen geliehene Worte an.

Was kann man gewinnen, wenn man mit den Indianern spielt? Wenn man Glück hat, ein Paar alte Hosen, ein altes Hemd oder irgend etwas, was die Indianer von den Weißen erhalten haben. Wo der Einfluß der Weißen unbedeutend ist, spielt man um Halsketten aus Schneckenschalen.

Abb. 27. Spielbretter.
Chorotis. ½.

Ich habe mit den Indianern häufig gespielt und stets verloren, weil die Gegner so schrecklich mogeln. Sagt man etwas über die Mogelei, so lachen sie. Würde man zornig werden, würden sie einen wahrscheinlich für dumm halten. Hier heißt es nur verlieren und lernen.

Nicht selten spielen die Chorotis und Ashluslays so, daß sie mit einem Haufen Stäbchen markieren. Schlägt man vier, darf man vier Stäbchen nehmen usw.