Man muß zugeben, daß die Indianer mit ihren Schmucksachen sehr vorsichtig umgehen. Die Federn werden in Futteralen aus Rohr bewahrt, die Schmucksachen werden oft auf neue Schnüre gezogen. Sie stopfen die Löcher ihrer Kleider. Es gibt ältere Frauen, deren Schurzfell beinahe nur aus gestopften Löchern besteht. Lohnt es sich nicht mehr, die Löcher zu stopfen, so begnügt man sich damit, sie zu besetzen. Sie sind auch um ihre Kleider besorgt und wenden, wenn sie, was selten der Fall ist, Kleider zum Wechseln haben, bei der Arbeit die schlechtesten Lumpen an. Die Ashluslays habe ich niemals ihre Kleider waschen sehen, die Chorotis nur, wenn sie es von den Weißen gelernt haben.

Tafel 8. Tanzende Ashluslaymänner.


GRÖSSERES BILD

Baden des Badens wegen geschieht nur, wenn es sehr heiß ist. Der Fischfang zwingt indessen die Männer, viel im Wasser zu sein. Die Kinder spielen ebenfalls oft im Wasser und bleiben auf diese Weise rein. Die jüngsten Kinder werden von den Müttern gewaschen, wenn sie zum Flusse gehen.

Juckt es, so reicht man das Tier einem Verwandten oder Bekannten, der es aufißt. Moberg und ich hatten, wenn wir in den Indianerhütten verkehrten, auch zuweilen Läuse. Unsere Indianerfreunde waren doch stets, wenn es nötig war, so liebenswürdig, sie zu essen.

Die Chorotimädchen schmieren ihren Körper oft mit Fischfett ein, was ihnen einen unangenehmen Geruch verleiht. Sie selbst sind sicher anderer Ansicht. Sie finden, daß wir Weißen einen Kuhgeruch an uns haben.

Die Eleganz der Männer erreichen die Indianermädchen niemals. Sie können sich jedenfalls freuen, daß die „Herren der Schöpfung“, wohl in erster Reihe ihretwegen, mehrere Stunden täglich auf ihre Toilette anwenden.

Um den Tanz dreht sich, wie erwähnt, das ganze Interesse der jungen Männer und der jungen Mädchen. Geht die Sonne unter, so fängt er an.

Die Männer tanzen im Kreise oder in einer Reihe und singen den Takt, z. B. Táe-a-sa-lé, Táe-a-sa-lé.