[30] Mit Körben bei den Ashluslays.
[31] Nur bei den Ashluslays.
[32] Rösten der Nahrung.
[33] Nur Gären.
Sechstes Kapitel.
Unter den Indianern am Rio Pilcomayo (Fortsetzung).
Trinkgelage.
Man könnte beinahe sagen, daß das Leben für den Choroti- und Ashluslayindianer aus drei Perioden besteht. Die erste ist dem Spiele, die zweite der Liebe und die dritte dem Trinken geweiht. Der Mann hat ja auch einige Zeit der Versorgung seiner Familie zu widmen, aber am meisten interessieren ihn, wenn er älter ist, die Trinkgelage. Die Frauen bereiten die berauschenden Getränke zu und verwenden darauf einen außerordentlichen Fleiß. Den ganzen Tag streifen sie umher, um die Früchte, aus denen jene bereitet werden, zu sammeln, zu mahlen, zu kochen usw., und gleichwohl sind sie von den Festen vollständig ausgeschlossen. Das einzige, womit der Mann sich befaßt, ist die Gärung. Diese ist der Gegenstand einer geradezu religiösen Sorgfalt.
Die geistigen Getränke werden aus Tusca, Algarrobo, Chañar, Wassermelone und Mais bereitet. Alle diese, mit Ausnahme solcher aus Wassermelonen, habe ich gekostet. Sie sind, außer dem aus der Algarrobo bereiteten, der infolge des großen Zuckergehalts der Frucht außerordentlich alkoholreich ist, ziemlich unschuldig. Im November und Dezember, wo die Algarrobofrucht reif ist, finden auch in den Choroti- und Ashluslaydörfern wilde Zechgelage, tägliche Orgien statt, an denen der arme Ethnograph, falls er mit den Indianern auf gutem Fuß zu stehen wünscht, teilzunehmen gezwungen ist.
Abb. 39. Ashluslay mit einer Kalebasse Algarrobobier.