Abb. 83. Feuerstätte zum Maisbierkochen. Chanédorf. Rio Itiyuro. Rechts auf dem Bilde große Gefäße, in denen das Maisbier gärt. Das Haus ist mit Erde verputzt.

In vielen Dörfern gehören zu jeder Hütte eine oder mehrere Maisscheunen ([Abb. 84 a]), in denen Mais, Kürbisse usw. aufbewahrt werden. Diese Scheunen sind auf Pfählen gebaut und vielleicht eine Erinnerung aus der Zeit, wo die Chiriguanos und Chanés in sumpfigen Gegenden wohnten. Zu jeder Scheune gehört in der Regel eine Leiter ([Abb. 84 b]). Manchmal sind die Scheunen mit den Wohnhäusern zu einem Hause zusammengebaut. Solche Hütten habe ich in der Nähe von Machareti und bei Yatavéri unweit Ivu gesehen. Nicht so selten stehen die Scheunen auf den Feldern weit ab von den Wohnhäusern.

Abb. 84 a. Maisscheune. Chané. Rio Itiyuro.

Es ist in diesen Dörfern fein und rein. Hütten und Markt werden täglich gefegt und der Müll verbrannt.

Der Raum in den Hütten ist nicht zu gering bemessen. In der Regel wohnt in jedem Hause nur eine Familie, die manchmal, außer den übrigen Familiengliedern, aus den Männern der Töchter besteht, welche während der Verlobung und im Anfang der Ehe bei der Schwiegermutter wohnen. Vor der Hütte ist die große Feuerstätte ([Abb. 83]), wo das Maisbier, und zuweilen auch das Essen, gekocht wird. In der Hütte ist ebenfalls eine Feuerstätte, wo man kocht und die man aufsucht, um sich bei kalten Nächten und Tagen zu wärmen.

Abb. 84 b. Bild, das die Konstruktion der Scheune zeigt.