Zubereitung der Speisen.

Den Schmutz, den wir bei der Zubereitung der Speisen und im Essen bei den Chorotis und Ashluslays treffen, findet man bei den Chanés und Chiriguanos nicht. Die Speisen sind dagegen schrecklich einförmig. Sie bestehen aus Mais in allen möglichen Formen, gekochtem Mais, geröstetem Mais, in Asche gebackenem Maisbrot, Maismehlbrei und gedämpftem Maismehl. Das letztere wird in einem hier abgebildeten Apparat ([Abb. 92]) zubereitet.

Fleisch wird mit Mais als Suppe gekocht oder geröstet. Bevor es in den Topf gelegt wird, wird es sauber gewaschen. Die Fische werden in Klammern oder in Maisblättern über dem Feuer geröstet. Die kleinen Fische, die ich auf diese Weise zubereiten gesehen habe, werden erst beim Essen ausgenommen. Hat man viele Fische, so werden sie für den künftigen Bedarf getrocknet.

Abb. 92 a. Dämpfapparat. Chané. Rio Itiyuro.

Abb. 92 b. Oberes Tongefäß.
Das hier abgebildete Exemplar ist von den Mataco-Vejos, die seine Anwendung von den Chanés gelernt haben. ¼.

Besonders in Zeiten der Not werden auch verschiedene wilde Gewächse gegessen. Zum Essen wird Salz angewendet, das jetzt von den Weißen gekauft wird. Früher holte man es aus den Bergsalzgruben am San Luis auf dem Wege von der Stadt Tarija nach dem Chaco, oder bereitete Salz aus salzhaltiger Erde, „yukiu“. Die mit Salz gemengte Erde wurde in eine Schale mit Wasser gelegt, sank zu Boden, und das Salzwasser wurde angewendet.

Frauen und Männer essen getrennt. Zu Hause geht es gewöhnlich so zu, daß die Männer zuerst essen und dann die Frauen und Kinder. Die Indianer wollen beim Essen Ruhe haben. Es ist deshalb höchst ungezogen, sie während dieser wichtigen Beschäftigung anzusprechen.

Sie essen, soweit ich es gesehen habe, nicht aus einer gemeinschaftlichen Schüssel, sondern jeder ißt aus seiner Schale. Nach den Mahlzeiten spülen sie den Mund und waschen sich die Hände, indem sie das Spülwasser über die Finger spucken.