Der Paßgänger.

I.

Jo Calone warf seinen Sattel auf den staubigen Boden, koppelte die Pferde los und schritt sporenklirrend in das Farmhaus. »Bald Essenszeit?« fragte er.

»Siebzehn Minuten,« antwortete der Koch nach einem Blick auf seine dicke Tombakuhr mit der Würde und Sicherheit eines Zugführers, obwohl er diese noch niemals durch Beweise gerechtfertigt hatte.

»Wie steht’s am Perico?« fragte er dann.

»Das Vieh ist in bestem Zustand, und Kälber gibt’s die Fülle.«


»An der Antilopenquelle kam uns eine Herde Mustangs in den Weg, mit einigen Füllen, darunter ein kleiner, schwarzer Teufel, ein geborener Paßgänger. Eine Meile oder zwei folgte ich ihnen; der Schwarze leitete und immer im Trab. Dann ließ ich mein Pferd ausgreifen und jagte sie nur zum Spaß vor mir her, und kein Tropfen soll wieder über meine Lippen gehen, wenn der Kleine nur einmal seinen Trott gebrochen hat.« So erzählte Jo, und die anderen lachten ihn aus.

Am Tage darauf waren die Hirten in einer anderen Gegend und die Mustangs vergessen.