Fräulein Holm sah mir fest in die Augen und hielt die Hand noch immer hingestreckt.
„Ha — diese Wette nehme ich an. Ich wette, — nun gut, ich wette 1000 Franken,“ sagte ich.
„Da wette ich auch,“ rief plötzlich Frau Rosenborg dazwischen und streckte auch ihrerseits die Hand aus. Der Daumen war etwas nach außen gebogen.
„Auf 5000 Frank,“ sagte sie.
„Auf 5000 Frank? Ich wette auch auf 5000 Frank, aber unter einer Bedingung!“
Ich sah jetzt die Damen gespannt an; dann platzte ich damit heraus: „Unter der Bedingung, — daß das Bild nicht hier auf dem Schiff gefunden wird! Vielleicht haben Sie es ja selbst gestohlen!“
Ich lachte, als wollte ich dadurch anzeigen, für wie unsinnig ich selbst meinen Einfall hielte.
„Na, das ist doch klar,“ — wieder lächelte ich so, als ob ich etwas ganz Unsinniges sagte, — „wenn Sie das Bild selbst gestohlen hätten, dann wüßten Sie ja, wo es ist und dann . . . dann wäre es doch gewinnsüchtig von Ihnen, die Wette abzuschließen!“
Ich weidete mich an der Verlegenheit der Damen, die sich gegenseitig hilflos anlächelten.