„Also 5000 Franken.“ Ich streckte nun meinerseits die Hand aus. Aber die Damen zögerten.

„Bitte — schließlich können Sie es doch annehmen. Auch wenn Sie es gestohlen haben. Sie riskieren doch nichts!“

„Wieso?“ Die Damen sahen noch nicht klar.

„Dann bekommt doch niemand etwas. Sie nichts und ich nichts.“

„Ja, das ist ja auch wahr,“ sagte Fräulein Holm und sah dabei Frau Rosenborg mit einer Miene an, die sagte, na, dann können wir es ja eigentlich ganz gut riskieren:

„Also. Top.“ Wir schlugen zweimal die Hände zusammen und alle lachten wir herzlich.

„Die Wette ist so gut wie gewonnen,“ rief ich. „Aber ein bißchen verdächtig sind Sie mir jetzt doch. Entschuldigen Sie mich. Ich muß endlich einmal mein Paket auspacken, das ich aus Paris mitgebracht habe. Auf Wiedersehen. Und 5000 Franken! Auf Wiedersehen!“

Hinter meinem Rücken fühlte ich, wie die Damen sich mit sprachlosem Erstaunen ansahen. Erst jetzt kam es ihnen eigentlich recht zum Bewußtsein, was sie getan hatten. Außerdem hielten sie mich jetzt selbst für den Dieb; denn wer es eigentlich sei, darüber war, so viel ich sehen konnte, noch gar nichts bekannt.

Den 26. August. O, ich bereue es keinen Augenblick, mich auf diese Seefahrt eingelassen zu haben! Wir leben ja wie auf einem Vulkan, wie auf einem Pulverfäßchen, das jeden Augenblick losgehen soll.