„Ich wollte eben zu Ihnen kommen, um es Ihnen zu zeigen. Sie verstehen doch offenbar etwas von Waffen?“

Die Frage kam mir so eigentümlich vor, daß ich unwillkürlich in seine Augen blickte, und zum ersten Mal fielen mir diese Augen auf, die seltsam grünlich waren, wie die einer schwarzen Katze. Ich wunderte mich im stillen, daß ich dieses auffallende Merkmal sonst noch nie an ihm wahrgenommen, ja daß ich eigentlich seine Augen überhaupt noch nicht gesehen hatte.

Als ich ihm jetzt antwortete, fiel es mir auf, wie eigentümlich schüchtern und zitternd meine Stimme klang, ähnlich fast wie die eines Menschen, der ein schlechtes Gewissen hat und fürchtet, daß sein Lügen durchschaut wird.

„Ich soll etwas von Waffen verstehen? Wer hat das gesagt?“

„Aber nun verstellen Sie sich doch nicht.“

„Ich verstelle mich doch gar nicht . . .“

„Aber, aber! . . . Jedermann weiß, daß Sie einer unserer besten Kenner mittelalterlicher Waffen sind . . .“

Wieder antwortete ich mit derselben leisen schüchternen Stimme: „Ich ein Kenner? . . .“ Fragend sah ich in seine eigentümlich grünschillernden Augen. „Für wen halten Sie mich denn? Ich bin . . .“

Aber er ließ mich nicht ausreden, sondern fiel mir ins Wort und sagte, während mein Erstaunen ins Maßlose wuchs und es mir fast unheimlich wurde:

„Ich halte Sie für den Herrn, der vor kurzem so glücklich war, in Paris bei dem Kunsthändler Duval den berühmten Dolch aus rötlichem toledanischen Stahl zu kaufen. Sind Sie dieser Herr oder sind Sie es nicht?“