Wie ein Schatten verschwand das Bild in der Tiefe.
Zwischen den blaugrünen Wellen stieg ein dünner Blutstrahl empor . . .
Sammlung abenteuerlicher Geschichten Bd. 4:
Paul Leppin
Severins Gang in die Finsternis
Ein Prager Gespensterroman
Mit Umschlagzeichnung von Richard Teschner
Geheftet 2 Mark. In Halbleinenband 3 Mark
Dieses Buch, das von der Wirrsal und Verderbnis einer von innern Geschehnissen grausam geängstigten Knabenseele erzählt, rechtfertigt in mehr als einer Beziehung den Titel „Gespensterroman“.
Seine Kapitel sind mit einem ungeheuern, unfaßbaren Schrecken angestellt, der die Geburt, die Reise und die Vollendung eines Schicksals einkreist, das aus dunklen und schlimmen Verstecken quillt. Aus den Gesichten einer verirrten und gestörten Kindheit lösen sich rätselhafte Gefahren los, abgefeimte Gedanken wachsen im Zwielichte, und der Tod wird zum grotesken, verführerischen Spiel eines an der eigenen Unrast verzweifelnden Mörders. Es ist ein guter und klug psychologischer Zug, daß der Autor seinen Helden nicht an der Wirklichkeit seiner neurasthenischen Träume, sondern an einer würdelosen Leidenschaft zugrunde gehen läßt, die seine von ratloser Sehnsucht verheerten Sinnen mit allen Qualen der Hölle gepeinigt.