[1] S. Wilh. Herzog, H. v. Kleist 1911, S. 65.
[2] S. Otto Brahm, Heinrich v. Kleist, Berlin, 1885, S. 75 f.
[3] Vgl. die Bemerk. von Reinhold Steig in seiner Ausgabe der Kleistschen Prosaschriften: Kleists Werke, hg. v. Erich Schmidt, Bd. IV, 80 u. 249.
[4] Kants Anthropologie, Akad.-Ausg., VII, 323 vgl. R. Steig, a. a. O. S. 129 u. 260 f.
[5] Kant an Marcus Herz, 4. Februar 1779.
[6] Die nahen Beziehungen, die zwischen dem spekulativen Grundgedanken des Aufsatzes über das Marionettentheater und der romantisch-idealistischen Philosophie bestehen, sind in der interessanten und gehaltvollen Schrift von Hanna Hellmann über Kleist (H. v. Kleist, Darstellung des Problems, Heidelberg 1911) eingehend dargelegt worden. Als Vertreter dieser romantischen Philosophie wird jedoch hier im wesentlichen nur Schelling, Novalis und Friedrich Schlegel genannt, während Fichte, auf dessen Wissenschaftslehre doch auch Novalis' und Schlegels Spekulationen durchweg basieren, fast völlig übergangen wird. Was den Versuch betrifft, den Grundgedanken des Aufsatzes über das Marionettentheater als das Symbol zu erweisen, aus dem auch die Dichtung Kleists durchgängig zu verstehen und zu deuten sei, und die »drei Stufen vom Schema des Marionettentheaters« im Amphitryon, in der Penthesilea, im Käthchen und im Prinzen von Homburg wiederzufinden, so gestehe ich freilich, daß ich von ihm nicht überzeugt worden bin. Daß Kleist »Metaphysiker« gewesen ist, wie es nur je ein Dichter war, scheint mir durch Hanna Hellmanns Darstellung nicht erwiesen: zum mindesten handelt es sich hier um eine »Metaphysik«, die selbst so rein künstlerischer Art ist, daß sie sich in die Grundbegriffe und Grundgegensätze der romantischen Philosophie (wie in den Gegensatz des »Ideellen« und »Reellen«) nicht ohne Zwang einfügen läßt.
[7] Fichte, Sämtl. Werke hg. von J. H. Fichte, IV, 353.
[8] Vgl. Reinh. Steigs Ausg. der Kleist'schen Prosaschriften; Werke hg. von Erich Schmidt, IV, S. 163, 180, 182, 210, 265, 276.
[9] Goethe zu Kanzler v. Müller. 29. April 1818.
[10] Eloesser, Kleists Leben, Werke und Briefe (Tempel-Verlag) S. 272.