»Lediglich deine Schuld!« erwiderte Gertrud und warf die Lippen auf.

»Mag sein! Verzeih mir! Ich war so leidend, so aufgeregt …«

»O, ich weiß ja, was du mir höchst ungerechterweise vorwarfst! Es hat mich bitter gekränkt! Aber ich war denn doch in all meiner Nichtsnutzigkeit ein bißchen zu stolz, um dich aufzuklären!«

»Kranke sind immer ungerecht,« sagte die Gräfin erglühend. »Es war wie eine fixe Idee … Und dann, wie du so gar nichts mehr von dir hören ließest, dachte ich natürlich erst recht … Ich wundre mich nur, wie dir's zu Ohren gekommen …«

»Dafür sorgen die Dienstboten. Auch beim ehrlichsten Willen kann man sich ihre Aufdringlichkeit nicht vom Leibe halten. Aber das macht die Geschichte nur um so peinlicher. Es war geradezu unerhört von dir!«

»Nochmals: vergib mir!«

»Wenn dir was daran liegt, meinetwegen! Im Grunde ist ja alles so gleichgültig! Jetzt entschuldige mich …«

»Wo willst du hin?«

»Das weiß ich selber noch nicht.«