»Wie kommst du darauf?«
»Ich weiß es! Und hätt' ich es nicht gewußt, ich würd' es in dieser Minute dir ansehen!«
»Adele! Was redest du?«
»Willst du's abstreiten? Wohlan, so thu's! Hierauf den Knieen will ich dir's abbitten, wenn du mich überführst! Gib mir dein Ehrenwort, daß ich mich irre!«
»Aber wie kannst du nur glauben …«
»Ich glaube dir, was du verlangst, sobald du dein Ehrenwort gibst!«
»Nimm doch Vernunft an! Ich begreife dich nicht! Jeder Mensch hat krankhafte Stimmungen … aufgeregte Momente, wo er nicht Herr seines Willens ist …«
»Allmächtiger Gott!« schrie Adele und drückte die Hand auf die Augen. »Es ist also wahr?«
»Unglückselige, weshalb fragst du mich? Ja, es ist wahr …! Ich habe … ich wußte doch damals nicht, wie es kommen würde! Ich sah das Kind als das ewige Hemmnis meiner Glückseligkeit an; ich war ja sinnlos vor Leidenschaft … Und so geschah es …«