»Ah, Du kennst ihn, Du weißt was er ist?« fragte Asta.
»Ich kenne ihn, ja, denn ein Blick auf seine distinguirte Erscheinung genügt, um mir seine Verhältnisse zu entschleiern. Na, nun denkt Euch mein Amusement! Eulalie bekennt ihrer ›theuren Phina‹, das ›milde herzgewinnende Wesen‹ des Unbekannten habe ihr Ruhe und Frieden geraubt. Sie fühle, daß sie nur an seiner Seite leben und athmen könne. Eine innere Stimme rufe ihr zu. ›Er – oder Keiner!‹ Josephine tröstete das arme Kind, so gut es gehen wollte. Ich hätte laut auflachen mögen.«
»Die gute Eulalie!« sagte Martha nachdenklich.
»Wir wollen sie heute Abend recht foppen«, proponirte Asta.
»Nicht doch«, rief Martha. »Unglückliche Liebe ist ja kein Verbrechen.«
»Aber eine Dummheit«, versetzte Virginie. »Denkt Euch, Laurentia befindet sich in dem gleichen Fall!«
»Ist's möglich? Die verhimmelte Laurentia hat wieder einmal Feuer gefangen?« lachte Asta. »Nun wird's wieder Verse regnen in allen Tonarten.«
Virginie erzählte ihre Unterredung mit der Aschblonden, ohne indeß anzudeuten, was sie ihrerseits von der Situation halte.
Da erscholl die Glocke.