»Sätzen Sä säch! Also Sä haben dä Dreistägkeit, den Herrn Professor Gönther der Onwahrheit zo bezächtägen! Goot! Sehr goot! Ond was sagen Sä zo däsem Zettel, den dä Frau Professor än der Scholtasche ähres Töchterchens gefonden hat? Wollen Sä etwa än Abrede stellen, daß Sä däsen Wäsch da geschräben haben?«
»Nein, Herr Direktor!«
»Non goot! Äch ontersage Ähnen härmät ein för allemal, däse onzämlächen Scherze zo wäderholen.«
Er nahm das Blatt zwischen die Finger und rückte die Brille zurecht.
»Es äst wärklich stark, Schoster!
›Ond schänkte, wenn der Lenz erwacht,
Ein Gott mär allen Blötenflor,
Äch legte gern dä Fröhlingspracht
Als Teppäch Deinen Fößen vor …‹
Begreifen Sä nächt, daß es geradezo onverantwortlich äst, einem wohlerzogenen Kände solche Albernheiten än den Kopf zo setzen? Äch dächte, Sä gäben säch vorläufäg noch ein wenig mät Ährem Sophokles ab.
›Ach, wenn der Sehnsocht holde Glot
Äm täfsten Bosen aufgeflammt …‹
Sehnsocht, Sehnsocht! Sehnen Sä säch nach einem ordentlächen Matorätätsexamen, ond vertrödeln Sä Ähre Zeit nächt mät solchen Abgeschmacktheiten. Wenn säch der Mensch erst einmal solche Alloträa än den Kopf gesetzt hat, dann geht sein wässenschaftlächer Sänn öber Nacht zo Grabe. Merken Sä säch das!«
Paul war außer sich.