»Schon recht!« unterbrach ihn der König mit gedämpfter Stimme. »Wenn es dich beruhigt, so können wir unsere Bässe moderiren; allein ich versichere dich, deine Besorgnisse sind unbegründet. Die Wände sagt man, haben Ohren. In meinem Schlafzimmer trifft das Sprichwort nicht zu. Die beiden Jäger im Vorgemach sind treu wie Gold, die Säle rechts und links stehen leer …«

»Man kann nie wissen, Sire,« erwiderte Pigault, »durch welche Spalte der Teufel Einen beim Schopfe packt.«

»Du bist heute ein wahrer Philosoph, ganz gegen deine sonstige Gewohnheit. Doch zur Sache. Du hast das Manuscript bei dir?«

»Ja wohl, Sire.«

»Deutlich geschrieben? Du weißt, unleserliche Handschriften sind meine schwache Seite.«

»Ich glaube, Eure Majestät werden zufrieden sein.«

»Zeig' einmal her.«

Der Bibliothekar zog das Papier aus der Tasche und reichte es dem König dar.

»Hm, hm,« sagte Jérôme, »das könnte etwas deutlicher sein … hm, hm … da unten kommen ja schmähliche Schnörkel und Kratzfüße …«

»Das Manuscript ist allerdings sehr schnell hingeworfen,« bemerkte Pigault lächelnd.