Jules ließ ihn nicht zum Worte kommen.
»Sehr einfach!« wiederholte er in gereiztem Crescendo. »Eine schöne Einfachheit, die mir meinen ganzen Plan verpfuscht hat! Es ist unerhört!«
»Aber so erlauben Sie doch …«
»Und du, Croquepeu! Wahrhaftig, ich habe dich für einen zuverlässigen Menschen gehalten! Schnöde Verblendung! Nichts ist diesem Jahrhundert mehr heilig! Wir leben in der Aera des Schwindels, des Betrugs und der Dummheit …«
»Aber was ist denn passirt? Die Spritze ist in sicherem Gewahrsam. Und wo hast du deine Marion?«
»Satanischer Schulmeister, das ist es ja!« wetterte Jules im höchsten Zorne. »Lautete unsere Verabredung nicht auf halb zehn? Solltet ihr nicht erst die Spritze holen? Wollte ich nicht alsbald mit Marion nachkommen?«
»Nun, und? – Ich wiederhole dir, die Spritze ist gerettet.«
»Aber ihr habt mir durch eure himmelschreiende Unpünktlichkeit das ganze Spiel verdorben! Warum in Teufels Namen kommt ihr nicht rechtzeitig? Alles war in schönster Ordnung. Marion hatte Ja gesagt. Schluchzend lag sie in meinen Armen und schwur mir, sie werde mich bis ans Ende der Welt begleiten …«
»Nun, und …?«
»Nun, ich war selig und gewärtigte in jedem Augenblick eurer Ankunft. Ich konnte doch nicht vorher durchgehen. Eine derartige Verwegenheit hätte die Rettung der Feuerspritze compromittirt, denn die alte Marguérite war zwar mit der Entführung dieses Instrumentes, nicht aber mit der ihrer jungen Gebieterin einverstanden …«