»Ja, er hat uns davon erzählt, aber ich dachte, es wäre nur eine Finte, um uns desto eifriger auf's Gelingen erpicht zu machen. Nein, Herr Jules, – eine Clatouneserin! Das ist stark für einen Patrioten.«
»Bürger, Sie reden, wie Sie's verstehen! Aber vergeuden wir nicht die Zeit mit unnöthigem Geschwätz! Macht, daß ihr heim kommt! Der Maire ist da!«
»Was? wie? wo? ist's möglich?« klang es im Chore.
»Ja, nicht nur möglich, sondern thatsächlich. Ihr laßt mich ja nicht ausreden. Aber wenden wir uns dem Dorfe zu. Der Tyrann könnte den Raub der Spritze noch in dieser Nacht entdecken … Es ist besser, wir sind vorsichtig …«
Die Colonne setzte sich in Marsch.
»Also,« fuhr Pierrot fort – »ich will eben Marion noch einmal bei ihrer Liebe zu mir beschwören … da öffnete sich die Thüre, und herein tritt Herr Clamard, der Bürgermeister von Clatou!«
»Ha! oh! ah!«
»Ja wohl! der Bürgermeister! Ich glaube, der Schlag soll mich rühren. Wie er mich erblickt, kreuzt er die Arme vor der Brust, runzelt die Stirne und fragt mit fürchterlicher Stimme: ›Was thun Sie hier?‹ Ich stammle einige Worte der Erwiderung und platze endlich mit dem Bekenntnis heraus: ›Ich liebe Marion Leclerc!‹«
»Welcher Muth! Dem das so ins Gesicht zu sagen!« unterbrach Croquepeu den Bericht seines Freundes.