Der Wächter blies einen Tusch, und die Straßenjungen pfiffen auf den Fingern, daß dem Bürgermeister die Ohren gellten.

Seitdem lebt Clatou mit Gressinet in der rührendsten Eintracht. Marion ist die glückliche Gattin Pierrot's. Herr Laloupon, der einst so übel mitgenommene Priester, hat die Ehe des liebenswürdigen Paares eingesegnet und mit Zugrundelegung des ehedem in anti-gressinetischem Sinne ausgedeuteten Bibelwortes: »Selig sind die Friedfertigen!« eine ebenso ergreifende als wohlwollende Rede gehalten.

Oft noch erinnern sich die Bürger von Clatou und Gressinet jener frostigen Schreckensnacht und der schauderhaften Attake der Preußen. Wenn sie dann alles durchgesprochen und recapitulirt haben, dann nicken sie bedächtig mit den würdigen Häuptern und murmeln das altbekannte Sprüchwort, dessen Wahrheit ihnen früher nicht so recht einleuchten wollte:

»A quelque chose malheur est bon!«

Möchte es ihnen gleichwohl erspart bleiben, die deutschen Granaten zum zweiten Mal kennen zu lernen!


Eine Abendwanderung.