Mein Onkel arbeitet weiter.

Trendler begiebt sich in gemessenem Menuettschritt nach dem Ofen, ergreift die Feuerzange, und wühlt in den Bränden.

»Donnerwerter, machen Sie doch keinen solchen Rauch!« ruft mein Onkel ärgerlich. »Das Feuer brennt, – was haben Sie also dran herumzustochern?«

»Verzeihen Sie, Herr Justizrath, ich dachte nur, wenn man das Feuer nicht rechtzeitig schürt, so könnte es ausgehen. Erlauben Sie vielleicht, daß ich so ein kleines Klötzchen auflege?«

»Gut, so legen Sie auf, aber schnell! Sie haben da Ihren ganzen Tisch voll Arbeit!«

»O, damit wollen wir schon fertig werden, was das anbelangt …«

Er bläst in die Flammen. Der Qualm schlägt ihm ins Gesicht. Er schließt die Ofenthür und tritt an den Spiegel.

»Nun, was giebt's?« fragt mein Onkel.

»Ach, Herr Justizrath, nehmen Sie's nicht übel, es ist mir was ins Auge gekommen … Gleich hab' ich's … so … Wie das einen genirt, man sollt's nicht glauben! … Au, au …! Das ganze Auge ist roth davon …!«

»Trendler! Der Teufel holt Sie, wenn Sie jetzt nicht an die Arbeit gehen! Wenn Sie was am Ofen auszusetzen haben, so rufen Sie die Magd!«