»Ich besann mich nur, ob … ob ›competent‹ mit einem harten oder weichen T geschrieben wird. Es ist nicht recht zu erkennen im Concept.«

»Mit T wird's geschrieben! Und jetzt stören Sie mich nicht! Sie sind unausstehlich, Trendler!«

Der Scribent beugt sich über die Mappe und schreibt etwa eine Seite. Dann legt er plötzlich die Feder über das Tintenfaß und reibt sich heftig die linke Kniekehle. Der Tisch wackelt. Ein Bleistift und ein Lineal fallen zu Boden.

»Was ist denn nun wieder los?« fragt der Justizrath.

»O, bitte sehr,« stammelt der Schreiber, … »ein Privatverhältnis … das Bein war mir nur ein bischen eingeschlafen.«

Nach einigen Minuten scheint der Schläfer erwacht zu sein. Trendler schreibt weiter. Mein Onkel verhandelt mit dem Bauern über den noch unverständlichen Rechtsfall und explicirt ihm eben, daß er vor allen Dingen die und die Beweisstücke beibringen müsse, als Trendler abermals aufspringt, und, das Concept in der Linken, den Zeigefinger der Rechten fest auf einen lateinischen Passus gepreßt, auf den alten Herrn eindringt und mit zwinkernden Äuglein fragt:

»Verzeihen Sie gütigst, Herr Justizrath, wie soll das heißen …? Judex a … a …?«

»A quo,« ergänzt mein Onkel. »Hundertmal haben Sie das Wort schon geschrieben! …«

Es schlägt halb zwölf. Der Bauer verabschiedet sich. Trendler trinkt ein weiteres Glas Wasser und beendet glücklich die dritte Seite. Dann streicht er sich das Haar aus der Stirn, räuspert sich und beginnt also: