so hängt er gefangen im Zaun.

Und kommt er am zwanzigsten nicht,

so ist er gefangen im Korn;

Und kommt er am dreissigsten nicht,

so ass ihn der Hirt mit Polenta.

Weil mit des Kukuks zeitgemässem Erscheinen zugleich der Anbau in der ganzen Gemeindeflur beginnt, so heisst er in schwäbisch Mundingen Oeschhei, d.i. der Flurhege (vgl. Holzhei; Wieshei: der Bannwart), und daraus erklärt sich vollständig der Schwabenstreich des Städtchens Haiterbach, welches gegen die verspätete Ankunft des Vogels Kirchengebete abhielt. Wolf, Ztschr. 1, 440. Der appenzeller Spruch bestimmt: Am dritten Abrelle muss der Gugger grüene Haber schnelle (anraunzen). Schreit er nach Johannis von Norden her, so bringt er in Zürich einen sauern Wein; fliegt er den Wohnhäusern zu nahe, eine Jahrestheuerung (Gessner's Thierbuch, Von den Vögeln LXXI). Hält er den richtigen Termin ein, so ist er nachdrucksam der Zeitvogel und kann um Wohlstand und Lebensdauer zugleich befragt werden, so dass er beides bis in den Brodkorb hinein prophezeien wird; daher ruft ihm der Schwabe zu, in Meiers Kinderreim. no. 87:

Schrei sie mir in Deckelkräbe

Wie viel Jahr darf ich noch lebe?

Dieselbe Anfrage ergeht auch an die Schnecke, welche wie Specht und Kukuk, ein den Lenz, die Jahresfruchtbarkeit und die Lebensdauer verkündendes Thier ist und im Dienste Gertrudens gestanden hat;[[Nachtrag 4]] man ruft ihr in einem Jeverschen Kinderspruche (Mannhardt, Ztschr. f. Myth. 3, 222):