sein koller darauf ein weisser klee,

sein halsperg was veyolvar,

sein bugler wag von rosenbluet.

er füert in seiner hende

ein sper, was michel lanc

vnd was eitel vögelingesang.

A. Keller, Altd. Erzählungen, pg. 85. Dieser Aufzug des in Laub gekleideten, zu Rosse einziehenden Maikönigs geschah auf Walburgis oder 1. Mai und hiess: den Sommer in das Land reiten.[[Nachtrag 1]] In Dänemark war er der Maigraf genannt, der sich aus den Jungfrauen des Ortes seine Maigräfin, die Majinde, erwählte, indem er seinen Blumenkranz von der Schulter ihr zuwarf; in Thüringen war es der in Pappellaub eingebundne Graskönig, der im Dorfe vom Rosse stieg, sein Laubgewand aufschnitt und dessen befruchtende Zweige auf die Saatfelder steckte. Oder es kam da, wo Pfingsten den Anfang des Lenzes bezeichnet, der Pfingstkönig auf die Brautwerbung geritten und führte die im Busche versteckt, gehaltene Prinzessin im Triumphe heim; sie heisst in Flandern Pfingstblume, Pinxterbloem, in England the queen of the May, in der Provence Rosenmädchen, Mayo, zu Thann im Elsass Maienröslein. An diesem letzteren Orte trägt am Walburgistage ein Kind einen bändergeschmückten Maien um, ein anderes mit einem Korbe nimmt die Gaben in Empfang, und das Gefolge singt vor den Häusern:

Maienröslein, kehr dich dreimal 'rum,

Lass dich beschauen 'rum und 'num.