Scene 1.

Die Thüre wird von außen aufgeschlossen. Stoneberg in Winterrock und Cylinder. Der Diener trägt eine Lampe und einen Violinkasten. Die Thür bleibt offen. Man sieht in ein kleines Vorzimmer mit einigen Rohrstühlen, Kleiderhaken und Schirmständern. Von ferne hört man ganz leise die spanischen Weisen von Sarasate mit Orchesterbegleitung.

Stoneberg (auf den Mitteltisch deutend): Hierher.

(Der Diener stellt den Kasten und die Lampe nieder, hilft dann Stoneberg den Ueberrock ablegen. Stoneberg ist in Frack und weißer Kravatte.)

Stoneberg: Ich kann hier bleiben, ungestört?

Diener: Ganz ungestört. Das Zimmer wird nur vor- oder nachmittags zu den Einzelproben benützt. Abends nie.

Stoneberg: Gut. Zünden Sie das Gas an. (Zieht die Handschuhe aus, reibt sich die Hände.) Unerträgliche Kälte.

Diener: Ich werde sogleich die Heizungsklappen öffnen.

Stoneberg (geht an eine der geöffneten Klappen, die Hände in die ausströmende warme Luft haltend, spricht mit rückwärts gewendetem Kopf zu dem Diener, der die Fenstervorhänge zuzieht und das Gas anzündet): Wie lange bleibt der Portier auf?

Diener: Nach Schluß des Konzertes noch eine Stunde. Aber wenn Herr Stoneberg wünschen, daß er länger ....