In Form eines Märchens hat Hans Natonek die Wirkung des „Großen Brummers“ besungen:

„In den letzten Julitagen war es, da klang es wie fernes Trompetengeschmetter durch die Luft. Und näher kam der Ton, immer näher, schwoll ungeheuer an, es war das Rasseln von tausend Kanonenrädern, der Tritt von Millionen und das Säbelklirren einer Welt, die zum Kampf aufzog. Die schlummernden Riesen erwachten. Im Dunkel der Nacht, von undurchdringlichem Geheimnis umhüllt, wurden sie verladen. Plötzlich — niemand wußte wie — standen sie vor einer mächtigen Feste mit Panzertürmen und Mauern aus Stahl und Beton. Lüttich. Wie Tiere, die man aus langer Gefangenschaft entlassen hat, nach Beute gierig, spähten die ungeheuren Schlünde in die Ferne. Dann brüllten sie auf, daß der Luftraum zusammenzukrachen schien, ein Feuerball, wie ein Komet mit blutrotem Schweif, sauste durch die Luft, die Panzertürme barsten, und die Mauern aus Stahl und Beton waren überhaupt nicht mehr da... Was sind die blutigen Kometen, die in sagenhaften Zeiten den Krieg verkündeten, gegen die brennenden Gase des Geschosses, das die Luft durchsaust! Die 42-Zentimeter-Granate war der Kriegskomet des Jahres 1914! Nun staunt die Welt. Die Sage spinnt geheimnisvolle Fama um den Riesenmörser, von dem man weiß, daß er da ist, unbestimmt ahnt, was er zu wirken vermag, um den es aber noch immer so märchenhaft dunkel ist, wie zuvor, als man noch gar nicht wußte, daß es so etwas in Wirklichkeit gibt.“

Abb. 36. Nirsoli: Der Gleichmacher.

Italienische Karikatur auf den deutschen 42 cm-Mörser.

(Il Numero, Rom.)

Abb. 37. M. Froehlich: Als Verlobte empfehlen sich der Onkel aus Friedrichshafen und die Tante aus Essen.

(Staats-Zeitung, New York.)