Mit einem ruhigen Lächeln sah sie sie an.
»Lieber Onkel,« sagte sie, »liebe Tante, ich teile euch mit, daß ich mich mit dem Herrn Baron von Fahrenwald verlobt habe.«
Am Nachmittag erst verließ der Baron seine Braut und deren Angehörige.
Als er die Treppe hinunterstieg und den letzten Absatz erreicht hatte, sah er im Hausflur einen Mann, der mit aufgeregten Schritten hin und her ging; es war sein Diener, der alte Johann.
Verwundert blieb er stehen; in dem Augenblick hatte der Alte den Kopf herumgedreht und seinen Herrn erkannt; er unterbrach seinen Gang und stand wie angewurzelt.
»Was soll denn das?« fragte der Baron. »Ich hatte dir doch gesagt, daß du mich nicht begleiten solltest.«
Der Alte lüftete den Hut, ohne die Augen von seinem Herrn zu lassen.
»Gnädiger Herr blieben so lange –« erwiderte er.
Der Baron lachte. Er war in so fröhlicher Stimmung, daß er sich über nichts geärgert hätte, am wenigsten über die übertriebene Sorgfalt seines alten Dieners.
»Hast gedacht, mir wäre ein Unglück passiert?« meinte er. »Na, du kannst dich beruhigen.«