Sie fühlte, daß sie ihm Mut machen müsse.

»O ja, gewiß,« versetzte sie, »du hast es mir versprochen, und Versprochenes muß man halten.«

Sie hing sich in seinen Arm, sie bemühte sich, einen leichten Ton anzuschlagen und ihm zu zeigen, daß alles überwunden und vergessen sei.

So führte er sie denn weiter, bis daß sie am andern Ende der Zimmerflucht in zwei kleinere, freundlichere Gemächer gelangten.

»Siehst du,« sagte er, stehen bleibend, »dies, hatte ich gedacht, sollte dein Wohnzimmer sein, und dort nebenan solltest du schlafen.«

Anna blickte umher.

»O ja,« meinte sie, »hier könnte es mir gefallen.«

Sie ging ans Fenster.

»Da hab' ich ja gerade meine Blumen vor mir,« sagte sie, indem sie in den Garten hinunterblickte. »Das macht sich alles ganz vortrefflich. Nur, weißt du, was ich möchte? Daß das Zimmer vielleicht eine andere Tapete bekäme.«

Sie trat an die Wand und befühlte den dicken, dunkelbraunen Stoff, mit dem sie bekleidet war.