Er war ganz ausgelassen, ganz glücklich, daß er das geliebte Wesen einmal in seiner Gewalt hatte.

So mußte sie ihm zu einem Restaurant folgen, und es war natürlich nicht das schlechteste von Breslau. Dort tafelten sie.

Als sie auf die Straße hinaustraten und den Wagen wieder bestiegen, glühte Annas Gesicht und ihr Köpfchen sank ganz schwer zurück.

»Aber Eberhard,« sagte sie, »du hast mich ganz betrunken gemacht mit dem vielen Champagner.«

Sie lächelte, ihre Augen hatten einen schwimmenden Glanz; indem sie sich lässig in die Wagenkissen zurücklehnte, war eine Auflösung in ihrer ganzen Gestalt, wie er sie noch nie an ihr gesehen hatte.

Er schlang den Arm um sie und küßte sie mit einer Glut, wie nie zuvor.

»Weißt du,« sagte er, »das ist köstlich. So wollen wir es jetzt alle Tage machen; so reizend wie heut bist du mir noch nie erschienen.«

Ihr Körper lag warm und weich in seinen Armen; das nachgiebige Widerstreben des jungen Leibes verlieh ihm eine berauschende Lebendigkeit; es war das erste Mal, daß das Blut der beiden Menschen zu einander zu sprechen begann.

Am nächsten Tage ging es in gleicher Weise durch alle Möbelhandlungen der Stadt, und endlich war ein Mobiliar für die beiden Zimmer ausfindig gemacht, so zart und duftig, als wären die Gemächer für eine Elfe bestimmt. Das Frühstück durfte natürlich auch heut nicht fehlen, und so folgte nun ein Tag dem andern.

Der Baron war unerschöpflich in der Erfindung von Notwendigkeiten.