An der bewußten Stelle, wo die Parkwege sich mit der Fahrstraße vereinigten, hielt darum auch heute der Wagen an und beide Fahrenwalds stiegen aus.
Da lag er wieder vor ihr, der Park, an den sie so oft in stillen Stunden gedacht, nach dem sie sich gesehnt, den sie so lieb gewonnen hatte, der ihr wie ein Vermittler zwischen dem bisherigen und dem zukünftigen Leben erschien; da lag er, und wenn die Bezeichnung, die er trug, jemals auf ihn gepaßt hatte, so war es heute der Fall: »das Schlesische Paradies«.
An der Kreuzung der Wege blieb Anna stehen, beide Arme in kindlicher Wonne ausbreitend.
»O Eberhard!« seufzte sie aus tiefster Brust, »wie herrlich! wie schön!«
Am Eingang des Parks, wie ein Grenzpfahl, stand ein mächtiger Eichbaum. Am knorrigen Stamme, einige Fuß über dem Erdboden, war ein Kranz aufgehängt, von bunten Bändern umflattert, in dessen Mitte sich eine Tafel mit einer Inschrift befand.
»Was ist denn das?« fragte Anna.
Sie trat heran und las:
»Tritt gern herein, in Freuden bleib,
Und sei mein Leben und mein Weib.«
Sie wandte sich um.
»Von wem ist denn das?«