Schlesische Zeitung, Breslau: Mit raffinierter Wortkunst drängt er seine Geschichten zuweilen in kleinste feuilletonistische Formate zusammen und erzielt dabei auch ohne unerwartete Schlußpointen nachhaltige Wirkungen.
Die Post, Berlin: Freißler erlebte den Krieg. Er suchte ihn geistig und seelisch zu begreifen und gibt nun die Bilder seines Schauens wieder. Seine Erzählungen sind vertieft und doch auch lebendig und frisch, sie zeigen Freißlers Gestaltungskraft, wie die Fähigkeit zu einer treffenden Satire.
Breslauer Zeitung, Breslau: Kurze Erzählungen, in denen der unter dem Namen E. W. Günter bekannt gewordene Mitarbeiter des „Simplicissimus“ mit seiner reifen stilistischen Kunst und psychologischen Schärfe, die zuweilen — wie in der Erzählung „Der Patriot“ — zu satirischer Charakterschilderung sich zuspitzt, zum Teil Probleme behandelt, die aus kriegerischen Erlebnissen sich ihm aufgedrängt.
Vossische Zeitung, Berlin: ... „Die Familie“ und „Die fremde Frau“ auch „Der Sturm“ zeigen sichere Beobachtung, festen Griff, kühlen Blick ins Menschliche. Streben, aus der Kleinheit des Geschehens in den Zusammenhang der ganzen Welt zu münden, gewissermaßen im abgesprungenen Splitter die Totalität darzulegen — dieses Streben des echten Novellisten wird erfreulich sichtbar.
Tagespost, Graz: In diesem Bändchen gibt der aus dem früher erschienenen Buche „Schwefelblüte“ bestens bekannte Autor eine Anzahl Novellen, ernsten und heiteren Charakters, die Proben einer gereiften Kunst darstellen.
Albert Langen, Verlag in München
Joseph Conrad
Der Nigger vom „Narzissus“
Roman. 2. Auflage
Deutsch von Ernst Wolfgang Günter