Nach diesen Worten will die V. den Saal eiligst verlassen.

Vors.: Bleiben Sie hier! Das werden wir auch abstellen!

Die V. wird von Justizbeamten zurückgehalten und zu ihrer Bank zurückgeführt. Sie ruft aus: Ich weiche der brutalen Gewalt. Es ist sehr hübsch, wenn Sie Gewalt anwenden müssen.

Sie setzt sich nieder, springt aber gleich darauf wieder wütend auf und schreit: „Herr Hofrat, ich konstatiere wieder, daß Sie nicht objektiv sind. Ich bin nicht die einzige im Saal, die das konstatiert.“

Der Staatsanwalt spricht nun über die Gerichtspsychiater, die er als hochangesehene Psychiater bezeichnet. Jetzt lacht die V. und räuspert sich auffällig.

Vors.: Das ist eine neue Ungezogenheit. Ich nehme nur Rücksicht auf Sie, weil Sie ein Weib sind und etwas krank.

In der Nachmittagsverhandlung bringt der Vorsitzende sehr interessante Bruchstücke aus einem viele Seiten langen Briefe an den Fürsterzbischof Piffl zur Verlesung.

„Wollen Sie ein übriges tun, dann bitte ich Sie, mit der hochmütigen Frau Inspektor (seiner Schwägerin) ein ernstes Wort zu sprechen ... Unter dem Schein des Edelmutes hat sie (Frau Piffl) nicht die Anzeige erstattet, um zu verhindern, daß meine Unschuld an den Tag kommt ... Wenn es einen gerechten Gott im Himmel gibt, dann wird die Gerechtigkeit die einzelnen Mitglieder der Familie Piffl schwer zur Verantwortung ziehen ... Die Piffls müßten sich bei mir bedanken, daß ich diese Schande nicht in die Welt hinausgerufen habe ... Diese Menschen, die keine Freundschaft halten wie ein Hund, sind ärger als diese. (!) Damit Sie ihnen das ungeheuere Verbrechen vorhalten, das sie an mir begangen haben, es wenigstens teilweise wieder gutmachen, denn ganz kann das nie geschehen.“

Besonders wichtig folgende Stelle: „oder kann Albert (der Stiefsohn Piffls), der in seiner Jugend manche Abnormität gezeigt hat, nicht ebensogut der Täter sein wie ich?“

Vors.: Wollen Sie zu diesen Stellen aus dem Briefe eine Bemerkung machen?