Abb. 43. Adriaen Brouwer, Streitende Bauern beim Kartenspiel. Holzschnitt von Middeleer nach dem Originalgemälde in der K. Galerie in Dresden (26,5×34,5). – Die Kirche sagte: »Häßlich ist das Böse«. Der Genius der germanisch-nordischen Kunst antwortet darauf: Das Übel aller Kunst fängt an mit der Herrschaft des konventionell Schönen. Über den beständigen Kampf der Künstler gegen diese Herrschaft habe ich ausführlich in m. Buche »Häßliche Kunst?« berichtet.
Abb. 44. Jan Sanders van Hemessen. Lockere Gesellschaft. Original im Gh. Museum zu Karlsruhe (81×110). Hemessen bei Antwerpen geboren (um 1504) zog später nach Haarlem († 1566). Das Lob seiner Zeitgenossen als »holländischer Raffael« trifft die üble Zwiespältigkeit seiner Kunst. Es gibt kein schlechteres »Lob« für einen Nordischen.
Abb. 45. Joos van Craesbeeck († 1654 in Brüssel). Die Kurtisane. Original im Museum zu Lille. (Holzschnitt von Middeleer.)
Abb. 46. Jakob Jordaens († 1678). Der König trinkt. Nach dem Stich des P. Pontius »Der Bohnenkönig«.
Abb. 47. Derselbe: Wie die Alten sungen so zwitschern die Jungen. Original im Museum Antwerpen (120×192).
Abb. 48. Richard Earlom, Schabkunstblatt nach Franz Snyders' »Fischmarkt« (Earlom 1822 †.) »Keine Schule, auch die holländische nicht, hat das animalische Leben so künstlerisch verherrlicht, wie die flämische. Deren große Kämpfe, Jagden und Stilleben sind unvergleichliche Triumphe malerischer Kühnheit und Lebendigkeit.« (Wauters, La peinture flamande, Paris 1883.) – Neben Rubens' Schlachten ist die Anghiari-Schlacht ruhig.
Abb. 49. Josef Lambeaux, Die Freude. (Marmor.) Lambeaux geb. 1852 in Antwerpen, ist bekannt als Schöpfer des »Brabo«-Brunnens auf dem Rathausplatz in Antwerpen.
Abb. 50. Frank Brangwyn, Die St. Nikolauskirche in Dixmuiden. Radierung. Nach dem Original in der K. Graphischen Sammlung, München.
Abb. 51. D. Y. Cameron, Der Belfried von Brügge. (1907.) Radierung und Kaltnadel (380×134 mm.) (N. 392.)