»Müssen zuerst nach Robert Brothers,« sagte Charley. »Dort wird der alte Mann sein.«
Die Herren Gebrüder Robert hausten in einem Laden im Wandelgang. Auf schmutzigem rohem Bretterboden und an verwahrlosten Wänden standen und hingen Tausende der verschiedensten Dinge; Haufen von Pflügen, Sätteln, Wolldecken, Schaufeln, Kleidern, Pyramiden von Hüten. Silberverziertes Zaumzeug bedeckte den Boden. Fässer mit Mehl, Kisten mit Tabak, Säcke mit Zucker und Salz standen überall herum. Auf dem Handgriff eines Pfluges balanzierte mit verlockender Grandezza ein Seidenhut, und zwischen allerlei Lederzeug waren Revolver und Gewehre achtlos hingeworfen; auf einem Whiskyfaß prangte ein pompös befederter Damenhut, und in einer Schachtel teilten sich Patronen den Raum mit friedlichen Biskuits. Und überall, wo nur ein Plätzchen frei war, hockten auf Fässern und Kisten Männer mit Pfeifen zwischen den Zähnen und Gläsern mit Bier in den Fäusten.
»Hello!« sagte Charley. »Da ist er ja!« Er schritt auf einen Winkel zu.
»Guten Tag, Vater!«
»Guten Tag, Charley,« sagte eine Gestalt in derbem blauem Leinen. »Deinen alten Vater haben sie beim Würfeln so hereingelegt, daß er für die ganze Gesellschaft die drinks bezahlen mußte. Kein Narr ist so schlimm wie ein alter Narr, mein Junge!«
»Wie du meinst, Vater. Dies ist ein junger Deutscher. Heißt Ed. Freund von mir.«
»Verdammt angenehm!« sagte der Alte.
»Er kommt mit uns auf die Farm.«
»Wie du meinst, Charley,« antwortete der Alte. »Frisch von drüben, nicht? Well – well … Kauf' ihm, was er braucht, Charley. Was ich noch sagen wollte, die Mexikaner mit den Ponys sind da, und ich hab' um einen Schimmel gehandelt. Wollen nachher hinfahren.«
Der alte Mann mit dem struppigen grauen Bart blinzelte mir vergnügt zu.