Mißmutig saßen wir da, verdrossen und übler Laune. Da stand nun auf Platten und Tellern, wonach man sich wochenlang gesehnt — — — ja, der verdammte Speck!!
Um wenigstens etwas Leben und Freude in die gräßliche Mahlzeit zu bringen, brachten wir ein Hoch auf den Major aus und zerschmetterten unsere Gläser an der Wand, wie amerikanische Offiziere es tun in ihren Messen bei großen Toasten. Aber es war auch da kein rechter Zug in der Sache.
Antonio räumte kopfschüttelnd die Herrlichkeiten wieder ab.
Die anderen spielten Poker an dem runden Tisch in der Ecke. Ich war zu müde. Allein saß ich in der anderen Ecke, den Spielern gegenüber, auf einem Stuhl, den ich schräg gegen die Wand gelehnt hatte, um recht bequem zu sitzen. Es schien mir, als sei mir der schwere Wein in den Kopf gestiegen, so wenig ich auch getrunken hatte. Ein Glas nur oder zwei.
Furchtbar müde war ich, aber gar nicht schlafensmüde, eher überwach. Gliedermüde nur. Die Glieder schmerzten mich so. Die Arme und die Beine schmerzten mich, als ob irgend etwas in ihnen zerre und reiße. Dann wieder wurden sie mir bleiern schwer, und es kostete mich Mühe, die Zigarette zum Munde zu führen. Wie sonderbar sie schmeckte, diese Zigarette! Nach gar nichts, rein nach gar nichts. Weg damit!
»Antonio!«
»Si, señor.«
»Eine Zigarre, bitte ...«
Er schnitt die Spitze ab und gab mir Feuer, geräuschlos verschwindend. Ich rauchte und schüttelte den Kopf, denn auch die Zigarre schmeckte nach gar nichts ...