Der Lausbub dachte also nach. Dachte angestrengt nach, vernünftig. Ueber die Vernünftigkeit dieses Nachdenkens aber würde jeder andere Mensch sich krankgelacht haben: Es bestand im Wesentlichen darin, daß ich fortwährend dasselbe dachte — »Ich will aber nach Kuba! Zum Teufel, ich will aber doch nach Kuba!!«
Die kleinen Affären des Lebens, die links und rechts neben Kuba, und die schleierhafte Zukunft, die hinter Kuba lag, kümmerten mich furchtbar wenig. Sie waren nebensächlich. Erstens wollte ich mit in diesen Feldzug, und zweitens mußte ich mit, und drittens ging ich überhaupt auf jeden Fall mit! Darüber war ich mir nun klar, und damit schien mir die Angelegenheit erledigt.
Ich — mußte — unbedingt — nach — Kuba!!
Der Lausbub wird Soldat.
Die verbogene Lebenslinie. — Ein schneller Entschluß. — Beim Oberleutnant Green vom Signaldienst. — Ich werde angeworben! — Abschied von Allan McGrady. — B Company des 1. Infanterieregiments. — Korporal Jameson. — Wiggelwaggeln. — Der sprechende Sonnenspiegel. — »Ich gehe nach Kuba!«
Daß meine Verhältnisse sich völlig ändern würden, der mühsam erarbeitete erste Lebenserfolg völlig über den Haufen geworfen wurde, die Zukunft sich anders gestalten mußte — an meine ganze schöne Lebenslinie dachte ich auch nicht einen Augenblick lang. Her nur mit dem praktischen Trotz, der törichte Wünsche in Wirklichkeit umsetzt!
Ich ging zum Oberleutnant Green ins Presidio.
»Hoffentlich kommen Sie nicht in beruflicher Angelegenheit,« sagte er lächelnd, als ich in das kleine Signalbureau im Adjutanturgebäude trat, »denn nicht ein Wörtchen könnte ich Ihnen in diesen Zeiten sagen. Befehl von Washington!«
»Das wäre an und für sich schon eine Neuigkeit im Zeitungssinne!« lachte ich. »Aber ich komme mit einer persönlichen Bitte ...« Und ich erzählte ihm, was ich mit Allan Mc Grady gesprochen hatte und erklärte, daß ich es mir nun einmal in den Kopf gesetzt hätte, den Feldzug mitzumachen. Der Offizier hörte aufmerksam zu.