Leutnant Burnell und sechs Mann blieben bei der Station zurück, um den Kabelleuten entgegenzuarbeiten. Major Stevens und zehn Mann (dabei waren Souder und ich) bildeten den eigentlichen Telegraphenbaudienst der Armee — elf — elf — Mann! Ganze elf Mann!! Wir waren am Aufbrechen, als ein Meldereiter für die Segurança herbeijagte, der sich bei uns einen Augenblick verschnaufte und erzählte, daß bei La Quasina, sechs Kilometer in Front etwa, gestern das erste Gefecht stattgefunden hatte. Nach schweren Verlusten hatten die Rauhen Reiter und reguläre Kavallerie unter General Young die Spanier aus ihrer ersten Verteidigungsstellung geworfen. Die Vorposten standen jetzt eine halbe englische Meile über La Quasina hinaus.
Wir brüllten uns heiser vor Begeisterung.
Der Major aber durchstöberte mit Hastings, dem dienstältesten Sergeanten, all das aufgestapelte Material zum Linienbau; den Haufen von Drahtrollen, die Telephone, die Kombinationsapparate, die Trockenbatterien, die Eisenstangen für die Erdleitung.
»Wo sind denn die Werkzeuge?« fragte er kopfschüttelnd.
»Wir haben keine!« antwortete der alte Hastings.
»Was?« rief der Major, »keine Drahtzwicker? Keine Klemmzangen? Keinen Gummi zum Isolieren?«
»Nix, Herr Major!« sagte Hastings. »Wir konnten in Tampa nichts geliefert bekommen. Wir haben keine Werkzeuge. Ich persönlich besitze eine Beißzange, die ich auf der Segurança — hm — gefunden habe ...«
»Na, hätten Sie da nicht noch mehr finden können?« brummte der Major.
Er kopfschüttelte immer mehr und betrachtete den Haufen von Drahtrollen und rechnete mit den Sergeanten, wieviel Kilometer Draht wir elf Mann außer den Instrumenten tragen konnten. Sechs bis acht Kilometer höchstens. Transportmittel gab es ja nicht in diesem Krieg von leichtsinnigen Kindern. Dann war er auf einmal verschwunden. Ebenso plötzlich aber kam er wieder, im Schweiße seines Angesichts einen großen Proviantkarren vor sich herschiebend.
»Los, Jungens!« keuchte er. »Los — ehe sie uns erwischen!«