»Nimm das Maultier!« sagte der Sergeant. »Du kommst schneller vorwärts dann!«

Und ich kletterte in den infam unbequemen hölzernen Packsattel, schlug dem Tier die Hacken in die Seite, und los ging es. Es war ein abscheulicher Ritt, wenn er auch nur eine knappe Viertelstunde dauerte. Wir hatten nur noch eine einzige Magnesiumfackel in unseren Tornistern gefunden, und die mußte aufbewahrt werden zur Arbeit an der Bruchstelle. So ließ ich alle paar Schritte ein Zündholz aufflammen und starrte in dem schwachen Lichtschein zur Linie hinauf, ob sie noch straff gespannt war. Dabei bockte das Biest von einem Maultier fortwährend. Obendrein war der eckige Holzsattel das reine Folterinstrument. Auf einmal —

»Halt! Ha — aalt!«

»Friend!« schrie ich.

»Losung!«

Zum Teufel — ich hatte die Losung nicht! In meiner Verwirrung dachte ich darüber nach, was ich antworten sollte ... da knallte es, und eine Kugel pfiff dicht an meinem Kopf vorbei.

»Du verdammter Lümmel!« brüllte ich in unbeschreiblicher Wut. »Wenn du noch einmal schießt, hau’ ich dir alle Knochen kaputt, you son — of — a — gun — du ballernder Sohn einer alten Kanone! Hier — ist — Signalkorps! Bei der Arbeit! Hörst du, du Narr!«

Und auf dem ganzen Ritt hörte ich Kugeln pfeifen. Auf den Hügeln wurde geschossen, vom Feind her kam es, und hinter den Hügeln schoß man erst recht. Das nächtliche Feuern hatte die Menschen verrückt gemacht. Sie verloren den Sinn für Richtung. Sie witterten einen Feind in jedem Geräusch, ob das nun vor ihnen war oder hinter ihnen, und blafften schleunigst darauf los. Mindestens sechs, sieben Mal ist auf mich und das alte Maultier geschossen worden in jener Nacht.

Ziemlich in der Nähe der Blockhausstation erst fand ich den Bruch an einer niedrigen Stelle, zwischen zwei Büschen. In drei Minuten war der Schaden ausgebessert, und ich gab meine Meldungen auf. Klickend kam es: