»Leg dich hin! In drei Stunden wecke ich dich!« brummte Souder.

In wenigen Minuten war ich eingeschlafen — und dann weckte mich der Sergeant — und dann träumte ich vor mich hin und die Stunden vergingen, ohne daß wir angerufen wurden — und dann weckte ich wieder ihn — und so trieben wir es bis in den hellen Morgen hinein, glückselig, endlich einmal gründlich schlafen zu können.

Die Ordonnanz hatte uns Kaffee und gebratenen Speck und Zwiebäcke vom Kochfeuer des Stabs geholt. Die unteren Wände unseres kleinen Zelts schlugen wir hoch, Luft und Sonne hereinzulassen, denn prachtvolles Tropenwetter hatte dieser Sonntag Morgen gebracht, hell und sonnenfroh mit kräftigem Wind, der das Feuchte und Dumpfige der Hitze wie zaubernd hinwegfegte.

»hr hr hr!«

Wir beugten uns beide über den Apparat und lasen staunend die Depesche vom Hauptquartier, die kurz befahl, die Feindseligkeiten einzustellen, da der Höchstkommandierende Santiago zur Kapitulation aufgefordert und das Bombardement der Stadt angedroht habe! — Souder rannte nach dem Zelt des Generals.

Nun verging Stunde auf Stunde in gespanntem Warten. Da, Mittag mochte es sein, klickte es scharf und eilig — S O 4 — S O 4 — —

»hr — hr — rrrrrssssss — — hr!«

Und die Augen traten uns fast aus dem Kopf, denn das surrende Sausen im Magneten bedeutete, daß der Geber drüben auf S O 3 in fieberhafter Ungeduld den Taster tanzen ließ, und es sagte so deutlich, als hätte er es uns in die Ohren geschrien: Wichtig — aufpassen, aufpassen — wichtig über alle Maßen!

»Sie haben kapituliert!« flüsterte Souder.