»Allright.«

»Dick, wenn du meine Idee akzeptierst, muß sie honoriert werden.«

»Selbstverständlich. Wie gerissen dieser Jüngling schon ist!«

»Entschuldige, ich muß von dem bißchen Ideenhaben leben. Es ist nämlich in diesem Falle sehr fraglich, ob ich überhaupt mitarbeiten könnte. Also, es ist mir heute und gestern aufgefallen, daß nach verschiedenen kurzen Berichten über an und für sich unbedeutende Gerichtsverhandlungen die verhafteten Mädchen zu geringeren Strafen verurteilt wurden, als das üblich ist. In den Berichten hieß es ferner, daß die Mädchen sich über die ihnen gewordene Behandlung beschweren wollten, aber nicht zu Wort kamen. Ich habe nun das Gefühl, als ob da etwas nicht in Ordnung sei. Ob ich recht habe oder nicht, ist aber für meine Idee ziemlich gleichgültig. Was ich dir vorschlage, Dick, ist, daß die Flynn, eure Reporterin, sich auf der Straße als »unordentliche Person« verhaften läßt —«

»Oho!« rief Dick.

»— alles mitmacht, sich auf die Wache bringen läßt, in die tombs« (das Neuyorker Zentralgefängnis), »vor den Richter. Sobald sie verurteilt ist, greifen wir ein. Wir werden dann von der Flynn erfahren, wie die Verhältnisse in der Weiberabteilung sind und haben unter Umständen — wenn nämlich die Dinge so liegen, wie ich das vermute — einen authentischen Fall, gegen den alles Ableugnen nichts ausrichten kann. Selbstverständlich ist das nicht eine gewöhnliche Sensation sondern ernste Arbeit, die von großer Tragweite sein kann.«

»Gut!« sagte Dick Burton.

Holloway nickte und pfiff leise vor sich hin.

»Dick,« sagte er plötzlich, »wir wollen die Sache miteinander machen. Gleichzeitige Veröffentlichung, gleichzeitige Polemik, gemeinsames Vorgehen. Das scheint mir in diesem Falle notwendig, wenn es auch von unseren Gepflogenheiten abweicht, damit die Herren von der Tammanypolizei nicht sagen können, das sei wieder einmal nur ein boshafter Angriff einer einzelnen gelben Zeitung.«

»Abgemacht,« sagte Dick Burton. »Nun lass' den Jungen da reden. Die Flynn wird die Aufgabe übernehmen, glaube ich.«