klang es aus Scheffels Aventiure wie gewählt für den Platz herüber.

»Es fehlt uns nur Biterolfs Elfe,« warf die Dame ein, ohne aufzusehen.

»Bei Gott, da ist sie,« rief der junge Mann, der emporgeblickt und Dolores' lichtes Haupt auf dem tiefgrünen Grunde gewahrte. Im nächsten Moment aber sprang er auf. »Die Baronin Falkner,« sagte er halblaut.

Da sie sich erkannt sah, trat Dolores näher, die fremde Dame erhob sich und ging ihr entgegen.

»Baronin, Ihre Gegenwart legt mir die demütigende Bitte um Vergebung wegen unbefugten Eindringens in Ihr Reich auf,« sagte sie mit hinreißender Liebenswürdigkeit. »Darf ich, im Namen dieses köstlichen Fleckes Erde, dessen Konterfei ich mir für mein Album rauben wollte, Indemnität hoffen?«

»Es soll eine allgemeine Amnestie für dergleichen vergangene, gegenwärtige und zukünftige Raube erlassen werden,« sagte Dolores in demselben Tone.

»Wofür ich im Namen der Kunst herzlich danke,« entgegnete die Dame. »Doch gestatten Sie mir, Baronin, erst die Pflichten der Höflichkeit zu erfüllen, ehe ich Ihre Erlaubnis ausnutze – ich bin die Prinzessin Alexandra von Nordland, und dies ist mein Bruder, der Erbprinz!«

Dolores verbeugte sich noch einmal in ihrer würdevollen, graziösen Weise.

»Man sagte mir, unsere hohen Nachbarn auf Monrepos hätten einen Passepartout für den Falkenhofer Park nicht verschmäht,« sagte sie. »Es bedarf wohl kaum der Versicherung, daß ich eine Grenze niemals gezogen habe!«

»Das ist prächtig, Baronin, und uns hochwillkommen,« erwiderte der Erbprinz, »denn unser Garten ist verhältnismäßig recht klein und eigentlich für uns ein noli me tangere wegen des Herzogs, meines Vaters, Rosen.«