»Sollte das gerade so angenehm sein?« fragte Dolores lachend.
»I nun, mich geniert's nicht,« meinte Graf Schinga. »Na also, auf gute Nachbarschaft, Baronin! Meine Frau wird sich freuen, Sie zu sehen. Zeigen Sie sich nur recht bald in Arnsdorf. Können dann zusammen reiten, habe, wenn Sie wollen, famoses Pferd im Stalle, geht wie ein Schaf auf der Weide –«
»Doch nicht ein Abkömmling dieses edlen Galliers?« fragte Ruß boshaft.
»Nein, schottische Rasse, lammfromm, prächtiges Maul und preiswürdig, sage ich Ihnen!«
»Ich fürchte nur, die Baronin hat mehr Pferde auf dem Falkenhofe, als sie, ohne Fuchsjagden zu geben, braucht,« wandte der Doktor ein.
»Na, dann nicht,« rief der Graf, »können sich die Sache ja ansehen. Ihr Diener, Baronin, guten Morgen, Doktor Ruß. Na, vorwärts, Zeus, bist ein gutes Vieh!«
Der Percheron setzte sich wiehernd in Trab, der Filz wurde aufgestülpt und fort galoppierte Roß und Reiter.
Nun brach aber Dolores' unterdrückte Heiterkeit ohne Rückhalt los.
»Sagen Sie mir, wer ist dieses verkörperte Ideal eines Landjunkers, der Hufeisen zerbricht und einen Percheron mit Namen ›Zeus‹ reitet?« rief sie lachend.
Ruß stimmte in seiner leisen Art in ihre Heiterkeit ein.