Inmitten all dieses Jammers erleben wir herrliche Stunden, in denen die Dinge, die uns am Fremdesten waren, eine erhabene Bedeutung erhalten.

Den 4. September, 6 Uhr (unterwegs, im Zug).

Vierzig Stunden einer Fahrt, in der das „malerische“ den äußersten Mangel jeglicher Bequemlichkeit übertrifft. Die große Frage ist der Schlaf und die Lösung ist nicht einfach, wenn man zu vierzig in einem Viehwagen ist.

Jeden Augenblick hält der Zug und wir begegnen den unglücklichen Flüchtlingen. Dann die Verwundeten: schöner patriotischer Anblick. Die englischen Truppen. Die Artillerie.

Wir wissen nichts mehr, da wir keine Zeitungen mehr haben und wir können uns nur an die Gerüchte halten, die in der geängstigten Bevölkerung umgehen. Herrliches Wetter.

Samstag, den 5. September
(nach 60 Stunden Fahrt in einem Viehwagen:
40 Mann in jedem Wagen.)

Am selben Tage sind wir an den Ufern der Seine, dem Walde von Fontainebleau gegenüber, und an den Ufern der Loire entlang gefahren. Die Schlösser von Blois und von Amboise gesehen. Leider verhinderte uns die Nacht daran, mehr zu sehen. Könnte ich Dir nur sagen, welche süße Erinnerungen jene herrlichen Loireufer in mir wachgerufen haben!

Seid Ihr von diesen schrecklichen Fliegern beschossen worden? Ich denke an Euch in solchen Fällen, an die arme Großmutter besonders, die es wahrlich nicht nötig hatte solche Dinge zu erleben. Nun, gute Hoffnung! Wir erfahren durch die evakuierten Verwundeten, daß in den ersten Tagen des Augusts im hohen Kommando Fehler begangen worden sind und daß sie unerbittlich bestraft worden sind. Jetzt müssen wir sie wieder gut machen.

Die englischen Truppen kommen in Menge. Wir sind an mehreren vollgestopften Zügen vorbeigefahren.

Nun, dieser Krieg wird nicht der militärische Spaziergang sein, wie Viele glaubten, wie ich es nie geglaubt habe; er wird aber das Gute in der ganzen Menschheit aufgerüttelt haben. Ich erzähle