Wir sind im Quartier nach der großen Schlacht. Diesmal habe ich alles gesehen. Ich habe meine Pflicht erfüllt und die Teilnahme aller hat es mir bewiesen. Aber die Besten sind gefallen. Grausame Verluste. Heroisches Regiment. Ziel erreicht. Werde besser schreiben.

Den 22. Februar,
erster Tag im Quartier.

Teure, vielgeliebte Mutter, ich will Dir die Güte Gottes und das Entsetzen auf Erden erzählen.

Die Seelenlast, welche ich seit ein und ein halb

Monaten mit mir schleppte, war der qualvolle Gedanke an das, was uns in diesen letzten zwanzig Tagen erwartete.

Wir sind den 17. auf den Kampfplatz gekommen; die umgebende Landschaft hatte keinen Reiz mehr für mich; ich war ganz in der Erwartung des Ereignisses.

Um drei Uhr wurde der Sturm entfesselt: Sprengen von sieben Minengängen unter den Schützengräben des Feindes; es war wie ein fernes Donnern.

Dann machten die fünfhundert Geschütze einen Höllenlärm, während dessen wir losgestürmt sind . . .

Die Nacht brach an, als wir uns in den eroberten Stellungen festsetzten. Die ganze Nacht war ich tätig, um für die Sicherheit unserer Truppen, die bis dahin wenig gelitten hatten, Vorkehrungen zu treffen. Ich mußte weite nächtliche Strecken zurücklegen, auf denen ich die Toten und Verwundeten beider Parteien antraf. Mein Herz neigte sich über alle, ich hatte aber nur Worte für ihren Jammer.

Morgens wurden wir mit ernstlichen Verlusten bis zu unseren früheren Stellungen zurückgetrieben; aber am Abend haben wir wieder angefangen: wir haben von unseren eroberten Stellungen wieder Alles zurückgewonnen und auch hierbei habe ich meine Pflicht getan.