Eine Sonne, die die Jugend des Frühlings enthüllt. Die Maas, ein eiliger Bach im Schmuck eines wohlhabenden Dorfes, wohin der Wiederhall des Kanonendonners nur noch wie ein dumpfer Stoß gelangt und seine Bedeutung verliert. Wir haben unser Quartier gewechselt, denn die Verstärkungen gelangen in solcher Menge nach dieser Gegend, daß wir Andern Platz machen müssen, und immer wird gerade unser Regiment ausquartiert.

Aber Alles ist heute Licht und Frische. Die weite fette Ebene, welche die Hauts de Meuse begrenzen, hüllt ihre Fernen in zartes Silbergrau.

Ich freue mich über den Brief von Gabrielle, der mir zeigt, was die französische Seele von diesen Ereignissen zurückbehalten wird. Rührender Brief von Pierre, der endlich nach seiner schweren Verwundung als dienstuntauglich entlassen ist. Herrlicher

Brief von Großmutter. Wie sie sich nach dem Wiedersehen sehnt! — Reden wir nicht davon . . .


Ich schließe meinen Brief auf dem Ufer des Wassers, indem ich mit Wollust die Freuden, die ich beim Malen empfand, wieder wachrufe. Ich habe vor mir die lieblichsten Funken des Frühlings.

Den 3. April (Karte).

Nur ein Wort in zweiter Linie. Aufenthalt in den Frühlingswäldern. Sonne und Regen, die am Himmel spielen. Mut trotz Allem.

Den 3. April, 2. Brief.

Ich möchte, ich hätte Dir in den letzten Tagen besser geschrieben, damals als jede Minute eine Wonne für mich war, selbst in der Feuerlinie. Ich gestehe, daß ich mich damit begnügte, mich in der Schönheit der heitern Tage dahin leben zu lassen trotz des Krieggeheuls. Wir wissen nicht was geschehen wird. Die Bewegungen hin und her mehren sich. Werden wir wieder den Ansturm zu tragen haben?