„Wenn du auch sonst allerhand dumme Streiche gemacht hast,“ bekannte der Onkel ehrlich, „belogen hast du mich eigentlich nie.“

„Na also!“ rief Peter Voß und hob wieder das Glas. „Das Lügen hab ich erst viel später gelernt. Da wollen wir also Frieden schließen. Ich habe mich sogar vor kurzem verheiratet.“

„Aber in einem solchen Anzuge zu reisen!“ bemerkte der Onkel kopfschüttelnd.

„Bequemlichkeit!“ meinte Peter Voß und holte triumphierend seine Zahnbürste heraus. „Dies ist mein einziges Gepäck. Ideal! Was?“

„Und verheiratet bist du auch?“ fragte der Onkel und wiegte den kurzgeschorenen Kopf. „Warum hast du deine Frau nicht mitgebracht?“

Peter Voß spreizte die Finger und wiegte ganz genau so wie der Onkel seinen Kopf hin und her.

„Das hat verschiedene Gründe!“ wich er geschmeidig aus. „Selbst wenn ich sie dir alle auseinandersetzen wollte, würdest du es doch nur halb verstehen. Denn du bist ein alter, eingefleischter Junggeselle! Und überdies, die Amerikanerinnen sind ein Kapitel für sich.“

„Bist du denn glücklich mit ihr?“ fragte der Onkel besorgt.

„O gewiß, sehr glücklich!“ rief Peter Voß ausgelassen. „Aber wie die Verhältnisse nun einmal liegen, wir können nicht beieinander sein. Sie muß mit einem andern reisen.“

„Das verstehe ich wirklich nicht!“ sagte der Onkel und lenkte das Gespräch auf seines Neffen frühere Perioden.