Und Peter Voß erzählte alles genau hintereinander, nur die Schmuggelei in China, die Meuterei und den Ausbruch aus dem Gefängnis in Iquique unterschlug er. Wozu sollte er den alten Herrn ärgern? Wohl zwei Stunden erzählte Peter Voß in einem Biegen. Für das, was er weglassen mußte, hatte er immer noch genügend Ersatz. Als er endlich fertig war, schenkte sich der Onkel ein neues Glas Rotwein ein, hielt es nachdenklich gegen die Lampe und trank es mit einem Zuge aus.

„Du bist bei alledem doch ein Glückspilz gewesen!“ sagte er dann befriedigt. „Ich kann es dir gestehen, daß mich das aufrichtig freut. Ich hatte schon befürchtet, du würdest im Unglück verkommen, denn du hast von Jugend auf einen bösen Feind in dir gehabt, das war deine Phantasie. Alle deine Streiche, die du hier verübt hast, trugen vornehmlich dieses Merkmal.“

„Aber Onkel,“ unterbrach ihn Peter Voß, beinahe ärgerlich, „ich bin doch nicht hierher zu dir gekommen, damit du mir eine Moralpauke hältst!“

„Du hast recht!“ lenkte der Onkel ein. „Du bist erwachsen und handelst unter deiner eigenen Verantwortlichkeit.“

Als sie mit dem Essen fertig waren, lief Peter Voß zum Zigarrenschränkchen. Da stand wirklich noch die ihm wohlbekannte Kiste mit den schwarzen, schweren Brasilzigarren.

„Rauchst du noch immer das Kraut?“ fragte Peter Voß verwundert, steckte sich eine zwischen die Zähne und ein halbes Dutzend in die Tasche und präsentierte den Rest seinem Onkel.

„Ich danke!“ lehnte er lächelnd ab. „Ich rauche nur noch nikotinfrei, es hat sich nämlich bei mir ein kleiner Herzfehler herausgestellt.“

„Aha!“ meinte Peter Voß und holte die andere Kiste, worin die fahlen, ausgelaugten Tabaksnudeln lagen.

Dann tranken und rauchten sie eine Stunde um die Wette, und der Onkel taute sichtlich auf.

Plötzlich schaute er nach der Uhr.