„Das ist allerdings richtig!“ gab der Onkel zu, von dem Scharfsinn seines Neffen ganz verblüfft. „Und außerdem müssen diesem Manne mildernde Umstände zugebilligt werden, wenn man die Motive, aus denen er gehandelt hat, ins Auge faßt.“

„So gefällst du mir schon besser!“ rief Peter Voß vergnügt und setzte sich nieder. „Du würdest also diesen Kassierer freisprechen?“

„Freisprechen?“ fragte der Onkel verwundert. „Vom Betrug wohl, aber nicht von der Bücherfälschung.“

Peter Voß wollte sich eben als dieser vom Betrug freizusprechende Kassierer der Firma Stockes & Yarker aus St. Louis zu erkennen geben, als die Hausglocke ging. Es war der Briefträger.

Der Onkel nahm ihm Briefe und Zeitungen an der Tür ab.

„Du erlaubst wohl,“ sagte er, als er wieder ins Zimmer trat, öffnete ein paar Briefe, und überflog sie.

Peter Voß steckte sich inzwischen eine neue Zigarre an. Der Onkel legte die Briefe beiseite. Es war nichts von Bedeutung darunter. Mechanisch griff er zur neuesten Nummer des Fahndungsblattes, das unverpackt zwischen den Zeitungen lag. Peter Voß überlegte inzwischen, wie er sein Geständnis, in Rücksicht auf den leidenden Zustand des Onkels, möglichst schonend anbringen könnte.

Landgerichtsrat Pätsch schlug inzwischen die erste Seite des Fahndungsblattes herum und begann die zweite Seite zu überfliegen. Da verlor er plötzlich den Halt. Sein Atem setzte aus, er verdrehte die Augen.

„Peter Voß, der Millionendieb von St. Louis!“ stöhnte er noch, dann sank er röchelnd hintenüber.

Peter Voß sprang hinzu. Ein Blick ins Fahndungsblatt genügte, um die Ursache dieser plötzlichen Ohnmacht zu entdecken. Da stand sein Steckbrief. Unterzeichnet mit Bobby Dodd. Ausgestellt in Hamburg. Angegeben war das Signalement des Kapitäns Siems.