Peter Voß gab jeden Widerstand auf. Er wurde gefesselt und zur Schule geführt, wo Minkwitz in heller Verzweiflung zurückgeblieben war.

„Wie kommst du in die Schule?“ schnauzte Milzler.

„Ich wollte Kleider stehlen!“ log Peter Voß.

Minkwitz fiel ein Stein vom Herzen.

„Natürlich Kleider stehlen und Geld!“ brüllte der Wachtmeister und knuffte ihn in die Seite. „Du verdammter Galgenstrick. Du kannst dich auf drei Jahre gefaßt machen.“

„Ein bißchen viel!“ versetzte Peter Voß mit Gleichmut. „Zwei tun es auch.“

„Da schneide dich man nicht in den Finger!“ rief der dicke Milzler und packte ihn im Genick.

Wo bin ich vor Dodd sicherer als in einem preußischen Zuchthause! dachte Peter Voß seelenruhig und ließ sich auf einen schnell requirierten Wagen laden.

Im Trabe ging’s nach Strienau zurück, wo ihn der Wärter, der von Emil Popel überwältigt worden war, bewillkommnete.

„Du verfluchter Saukerl!“ brüllte der und riß ihm den Mantel herunter. „Dir will ich das Fell vergerben. Und wie hast du Schwein meinen Mantel zugerichtet?“